Die meisten Erkenntnisse darüber, was Intervallfasten mit unserem Körper macht, beziehen wir aus Studien mit Tieren und Laboruntersuchungen. Es ist eben nahezu unmöglich, eine ausreichend große Anzahl repräsentativer Probanden für eine lange Zeit, unter Aufsicht, nach einem vorgegebenen Schema essen und leben zu lassen. Ein Sachverhalt, der es der Ernährungswissenschaft fast unmöglich macht, verlässliche Studien über bestimmte Ernährungsweisen durchzuführen. Doch viele bisherige Erfahrungen geben eindeutige Hinweise darauf, dass der Körper kurzfristige Fastenzeiten sehr zu schätzen weiß.

Da Intervallfasten medizinisch als ungefährlich für die Gesundheit bewertet wird (Kontraindikationen siehe Abschnitt „Für wen ist Intervallfasten nicht geeignet), kann es jeder, der sich davon angesprochen fühlt, einmal ausprobieren. Es stehen einige Varianten zur Auswahl.

Im Zusammenhang mit dem Intervallfasten werden drei Vorteile für den Körper hervorgehoben:
– Gewichtsreduzierung
– Vorbeugung/ Linderung sogenannter Zivilisationskrankheiten
– Anti-Aging Effekte

Frau mit Personenewaage (erfolgreich abnehmen )Abnehmen

Die meisten, die Intervallfasten ausprobieren, wollen abnehmen. Glaubt man den Erfahrungsberichten, haben viele damit recht mühelos etliche Kilos verloren. Im Grunde nimmt man mit dem Intervallfasten nicht mehr ab, als mit jeder anderen Diät. Es geht immer um eine reduzierte Kalorienaufnahme. Das Intervallfasten lässt sich jedoch einfacher in den Alltag integrieren. Außer einem Fastenzeitfenster, gibt so gut wie keine weiteren Vorschriften. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Denn die meisten Diäten scheitern letztendlich daran, dass sie nicht dauerhaft durchgeführt werden. Oder aber die Ernährungsvorschriften sind so streng und abseits der Vorlieben, dass sie kaum durchgehalten werden.

Ein weiterer Vorteil, beim Abnehmen, scheint gerade die begrenzte Zeit für die Nahrungsaufnahme zu sein. In der heutigen Zeit ist Nahrung auf Schritt und Tritt verfügbar und wird leider auch dementsprechend häufig konsumiert. Das entspricht so gar nicht der Natur und damit auch nicht dem natürlichen Stoffwechsel des Menschen. Nahrungskarenzzeiten wirken sich, laut Erfahrungsberichten, positiv auf die Figur und das Allgemeinbefinden aus.
Wer sich mit dem Intervallfasten angefreundet hat, wird feststellen, dass er viel weniger mit dem Thema Nahrung beschäftigt ist. Das spart letztendlich nicht nur Zeit (und Geld), sondern erleichtert auch das Abnehmen, einfach weil Essen nicht mehr so präsent ist.

Abnehmen an der richtigen Stelle. Auch das ist ein Problem herkömmlicher Diäten. Die Kilos verschwinden, doch leider nicht an da wo es gewünscht ist. Die verlorenen Kilos bei Diäten bestehen häufig aus Wasser und Muskelmasse. Schöner wäre es, wenn das Bauchfett dahinschmelzen würde. Hier kann das Intervallfasten punkten. Bis zu fünf Stunden nach einer Mahlzeit wird kein Fett verbrannt. Ist dann der Insulinspiegel niedrig, wird der Energiebedarf zunehmend auch aus dem Speicherfett bezogen. Ab 12 Stunden ohne Nahrung geht an die Fettreserven. Die gute Nachricht, es geht an das gesundheitlich gefährliche Bauchfett. Das sogenannte viszerale Fett ist ein beachtlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen und andere Zivilisationserkrankungen. Denn dieses Fettgewebe gilt als stoffwechselaktiv und fördert Entzündungsprozesse.