In den Essenszeiten eigentlich alles. Dieses „eigentlich“ hat beim Intervallfasten ungefähr die gleiche Bedeutung wie bei einer veganen Ernährung. Auch dafür reicht es auch nicht, lediglich die tierischen Produkte wegzulassen. Möchte man nicht nur den Tieren, sondern auch sich selbst etwas Gutes tun, ist es wichtig, dass überwiegend nährstoffreiche und frische Produkte auf dem Teller liegen. So auch beim Intervallfasten. Natürlich reicht es zunächst, die Esspausen einzuhalten. Doch wer dies als Chance sieht, gesünder zu leben, sollte auch darauf achten, was auf seinen Teller liegt. Nur so lässt sich vollumfänglich vom Intervallfasten profitieren.

In den Essenszeiten oder an Nicht-Fastentagen, nicht ununterbrochen essen

Durch die Fastenzeiten werden auch zeitliche Kapazitäten frei. Diese lassen sich ausnutzen, um aus frischen Produkten köstliche Mahlzeiten zuzubereiten. Mit zwei bis drei Mahlzeiten am Tag, oder eben in den acht Stunden, kommt der Körper bestens zurecht. Die Mahlzeiten werden zwangsläufig einen höheren Stellenwert bekommen. Es wird bewusster gegessen und dementsprechend wird billiges Junkfood an Attraktivität verlieren. Wer zuvor zu den „Snackern“ gehörte, mit Weingummischüssel neben der Tastatur, hier ein Smoothie, dort ein Keks bis zum Mittagessen, der wird einige Zeit für die Umstellung benötigen. Gut, wenn es hier Ersatzbeschäftigungen gibt, die in den ersten Tagen ablenken.

 

teller-intervallfastenWas in den Essenszeiten auf dem Tisch kommt, ist nicht egal

Intervallfasten bedeutet nicht automatisch, dass man sich für eine bestimmte Ernährung entscheiden muss (Vegan, Paleo Diät (Steinzeitdiät), Low Carb etc.). Im Gegenteil, je mehr Sie bei Ihrer bevorzugten Ernährung bleiben, desto einfacher wird die Umstellung sein. Die Menschen sind mit ihrem Aussehen so unterschiedlich wie mit ihrem Stoffwechsel. Letzterer zeigt sich halt nur nicht so offen und wird häufig von der Psyche torpediert (Werbung, Ersatzbefriedigung, Frust, Freude, etc.). Es nützt Ihnen also gar nichts, wenn ein Freund gute Erfahrungen mit einer Low Carb Ernährung gemacht hat. Bleiben Sie bei dem, was Ihnen schmeckt und bekommt.

Aber(!), achten Sie mehr auf die Qualität der Nahrungsmittel. Fertigprodukte haben oftmals einen hohen Anteil an Transfetten (künstlich gehärtete Pflanzenfette, die nachweislich ungesund sind). Auch die Zucker- und Salzanteile sind höher, als es der Gesundheit guttut. Das bedeutet zwangsläufig, wieder mehr selber zu kochen. Abwechslungsreich und mit frischen, unbearbeiteten Produkten. Dies ist auch schon die einzige Art von „Vorschrift“ in Bezug auf die Lebensmittelauswahl, die beim Intervallfasten eingehalten werden sollte.

Vielleicht hilft es, sich vorzustellen, wie wunderbar gereinigt der Körper nach der Fastenzeit ist. Jetzt soll er mit wertlosem, undefinierbarem Zeug wieder belastet werden? Doch wie immer, so auch hier: Natürlich können Sie von Zeit zu Zeit genüsslich Pommes oder Hamburger essen. Es sollte halt nur nicht regelmäßig und häufig geschehen, wenn Sie vom Intervallfasten alle Benefits mitnehmen möchten.

zucker-und-intervallfastenZucker und Intervallfasten?

Zucker ist ein Thema für sich. Zucker in seiner einfachsten Form, als Süßigkeit, in der Limonade oder als Zusatzstoff, führt dem Körper Energie zu, ohne weiteren Mehrwert. Er treibt den Blutzucker, und damit den Insulinspiegel, schnell in die Höhe. Das bedeutet, dass alle Körperzellen fast unmittelbar Energie geliefert bekommen. Doch wenn das nicht gerade während eines Marathons passiert, wird diese Energie nicht wirklich benötigt. Was macht der Körper mit überschüssiger Energie? Er speichert sie (Glukosespeicher, Fettzellen). Der Blutzuckerspiegel sinkt rasch wieder ab und signalisiert dem Körper wieder: Hunger! Ein süßer Kreislauf nimmt seinen Lauf. Intervallfasten bietet die Gelegenheit, sich aus diesem Kreislauf zu befreien.

Sie werden feststellen, dass das Geschmacksempfinden, auch nach einer kurzen Fastenzeit, sensibler reagiert. Das kann bedeuten, dass eine einfache, leere Süße gar nicht mehr so gut schmeckt. Die Süße aus Vollkornprodukten oder aus Gemüse wird wieder intensiver wahrgenommen.
Wichtig ist nur, dieser neuen Empfindsamkeit auch genügend Raum zu geben. Das bedeutet, sich beim Essen Zeit zu nehmen, um alle Komponenten auch wirklich zu genießen. Kurzum, es macht durchaus Sinn, zusammen mit dem Intervallfasten auch seinen Zuckerkonsum kritisch unter die Lupe zu nehmen.