Das ist ein interessantes Thema. Denn, einen großen Popularitätsschub erhielt das Intermittent Fasting aus der amerikanischen Bodybuilderszene heraus. Noch einmal weit zurück in die Menschheitsgeschichte gereist, lässt sich feststellen, dass dort pünktlich nach dem Aufwachen nur selten ein Frühstück zur Verfügung stand. Mit anderen Worten, es ging mit leerem Magen erst einmal auf die Jagd oder auf die Suche nach essbaren Pflanzen. Was passiert, wenn der Körper morgens im nüchternen Zustand aktiv wird? Zunächst einmal steht keine schnell verfügbare Energie zur Verfügung und die Glykogenspeicher sind leer. Wird Energie benötigt, dann geht es an die Fettvorräte.

Auch der Muskelaufbau wird gefördert, da durch die Fastenzeit das Hormon HGH (Human Grow Hormone) vermehrt ausgeschüttet wird. Dieses fördert die Proteinsynthese und heizt dadurch wiederum die Fettverbrennung an. Aus diesem Grund, besonders wenn Abnehmen das Ziel des Intervallfastens ist, bietet es sich an, am Ende der Fastenperioden zu trainieren. Bei der 18:6 Methode also morgens. Doch wer morgens keine Zeit hat, trainiert halt abends. So groß ist der Unterschied auf der Waage letztendlich auch wieder nicht und es ist allemal besser als sich gar nicht zu bewegen.

sportliche Frau

Wem es beim Intervallfasten auch um Muskelerhalt oder -zuwachs geht:

– ein 45 Minuten langes Work-out ist optimal
– am Ende der Fastenzeit ist die beste Zeit
– statt viele Wiederholungen werden mehrere Sätze mit mehr Gewicht empfohlen (natürlich angepasst und nach dem jeweiligen Trainingsstatus)
– nicht bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gehen

Ein moderates Ausdauertraining am Ende der Fastenzeit ist ebenfalls empfehlenswert. Es bewirkt einen zusätzlichen Angriff auf die Fettdepots. Doch kann es sein, dass sich der Körper daran gewöhnen muss, quasi ohne Sprit zu laufen. Auf keinen Fall sollten jetzt Höchstleistungen abgerufen werden. 70 bis 80 Prozent der möglichen Leistung reichen vollkommen aus.

Die positiven Effekte einer bestimmten Trainingszeit sind bisher nicht eindeutig durch Studien belegt. Es gibt auch Stimmen, die glaubhaft versichern, es ist völlig egal, wann man trainiert. Wichtig ist allein, dass man trainiert und natürlich nicht direkt nach einer üppigen Mahlzeit. Wenn es in Ihren Zeitrahmen passt, probieren Sie es mit dem Nüchterntraining. Vielleicht machen sich die positiven Effekte bei Ihnen bemerkbar und es hilft, schneller abzunehmen. Ansonsten treiben Sie Sport, wann immer es in ihren Zeitplan passt und Spaß macht. Je weniger Sie sich umstellen müssen, desto größer ist die Chance, dass Sie dauerhaft dabeibleiben. Das ist auf jeden Fall wichtiger und auf Dauer von größerem Nutzen.