Kombucha – ein natürliches, gesundes Energiegetränk

Seit jeher ist Kombucha fester Bestandteil der asiatischen Naturmedizin. Bei uns wird der eigenartig anmutende „Teepilz“ vorzugsweise in Reformhäusern und Naturkostläden angeboten. Vielfach erfolgt auch die Weitergabe von Haushalt zu Haushalt. Als Fertiggetränk ist Kombucha in Getränke- und Lebensmittelgeschäften zu finden. Doch woraus besteht Kombucha tatsächlich, wie entfaltet er seine gesunde Wirkung am besten und inwiefern passt das Erfrischungsgetränk zu einer Diät?

Was genau ist Kombucha?

Kombucha ist kein Pilz im botanischen Sinne, sondern ein Gemisch aus Hefen und Bakterien, die sich zu einer gallertartigen Masse verbinden. Wissenschaftler nennen Kombucha deshalb auch „symbiotic culture of bacteria and yeast“, kurz SCOBY. Sobald der „Teepilz“ mit gezuckertem Grüntee, Schwarztee oder Kräutertee in Berührung kommt, vergärt er zu einem süß-säuerlichem, kohlendioxidhaltigen Erfrischungsgetränk. Dieses enthält neben Essigsäure, Gluconsäure und Milchsäure auch 0,5 bis 1,5 Prozent Alkohol. Darüber hinaus sind in selbst gemachtem Kombucha viele lebende Mikroorganismen enthalten.

Passt Kombucha zur Low Carb Diät?

Bei sachgemäßer Herstellung ist Kombucha ein gesundes Erfrischungsgetränk, wobei jedoch im Rahmen einer Diät der Alkohol- und Zuckeranteil zu beachten ist. Immerhin „lebt“ Kambucha von Zucker. Für die Fermentation von 2 Litern sind etwa 8 Esslöffel als „Futter“ einzuplanen. Damit das fertige Getränk so wenig Zucker wie möglich enthält, sollte es mindestens 10 Tage lang gären. Während dieser Zeit wird der Zucker abgebaut. Allerdings schmeckt Kombuchatee nach einer so langen Brauzeit recht sauer, was wiederum nicht jedermanns Sache ist. Hier hilft tatsächlich nur ausprobieren und bei Bedarf mit etwas Stevia oder ähnlichem nachsüßen.

Wie gesund ist Kombucha?

Die gesundheitlich positive Wirkung entspricht der anderer fermentierter Lebensmittel, wie etwa Sauerkraut oder Sauermilchprodukten. In Kombucha sind zahlreiche Mikroorganismen enthalten, die sich auf unseren Stoffwechsel und die Verdauung förderlich auswirken.

Milchsäurebakterien für einen ausgeglichenen Säurehaushalt

Kombucha enthält lebende Milchsäurebakterien, die der Darm für seine Gesunderhaltung benötigt. Eine intakte Darmflora unterstützt die Verdauung, sodass der Körper im Rahmen einer Diät schädliche Stoffe schneller und effektiver loswerden kann. Das Wachstum unerwünschter Bakterien verringert sich. Unser Körper kann die gesunden Nährstoffe aus der täglichen Ernährung besser aufnehmen und verwerten. Davon profitiert das Immunsystem.

Kombucha als Vitamin B-Bombe

Die im Getränk enthaltenen Bakterienkulturen produzieren neben organischen Säuren eine Vielzahl an B-Vitaminen, wie B1, B2, B3, B6, B12 und Folsäure. B-Vitamine sind wichtige Gesundheitsnährstoffe, weil sie an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt sind.

Wertvolle Enzyme und Säuren

Auf der langen Liste der gesunden Inhaltsstoffe stehen das Enzym Bromelain sowie Gerbsäure, Glucuronsäure, Hyaluronsäure und Apfelsäure. Diese organischen Stoffe helfen dem Körper ebenfalls bei der Reinigung. Leber und Bauchspeicheldrüse werden entlastet.
Was ist beim Einkauf zu beachten?

Industriell hergestellte Kombucha-Getränke werden aus Haltbarkeitsgründen pasteurisiert. Durch das Erhitzen sterben alle lebenden Mikroorganismen ab. Wer auf die gesundheitlich positive Wirkung von Kambucha, beispielsweise im Rahmen einer Diät oder Ernährungsumstellung setzt, sollte stets Produkte mit nachweislich lebendenden Kulturen kaufen oder sein Getränk selbst zubereiten.

Kombucha selbst herstellen

Zum Selbstherstellen von Kombucha eigenen sich sogenannte „Brausets“ am besten. Diese gibt es im Fachhandel oder im Internet zu kaufen. Falls Sie einen „Kombuchapilz“ geschenkt bekommen haben, sollten Sie im Hinblick auf Ihre Gesundheit sicher sein, dass er nicht mit Fremdkeimen, insbesondere mit Schimmel verunreinigt ist. Zudem sollten Sie während des gesamten Herstellungsprozesses penibel auf Hygiene achten:

– Reinigen des Gärgefäßes (am besten aus Glas, keinesfalls aus Keramik!) vor jedem Ansatz gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel.
Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers, informieren Sie sich in der Presse oder Internet über die Mengenverhältnisse.
Vermeiden Sie Insektenbefall, indem Sie das Gärgefäß mit einem Tuch abdecken, welches Sie mithilfe eines Gummis fest am Rand befestigen.
Sofern sich die Farbe verändert, das Gebräu unangenehm riecht oder sich Schimmel bildet, werfen Sie den gesamten Ansatz weg.

Zum Schluss noch 2 Tipps:

1. Fertig vergorener Kombucha lässt sich wunderbar mit Ingwerstückchen verfeinern. Einfach in die Flasche geben und etwa 2 Tage ziehen lassen.
2. Kambucha-Fans berichten, dass sie genussvoll ein Gläschen zu sich nehmen, sobald sie Appetit auf Süßigkeiten bekommen. Das schmeckt nicht nur, sondern hemmt auch die Nasch- und Knabberlust.

Ausprobieren lohnt sich!