Gesünder leben und abnehmen:

Intervallfasten, oder auch intermittierendes Fasten, auf den Punkt gebracht. Von den Hintergründen, den gesundheitlichen Vorteilen bis zur praktischen Durchführung: Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Vorsatz, gesünder zu leben oder Gewicht zu reduzieren, mühelos in den Alltag integrieren können.

 

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Was ist Intervallfasten?

Menschen haben schon immer gefastet. Aus unterschiedlichen Gründen. In der frühen Menschheitsgeschichte gab es ständig, größtenteils unfreiwillige, Fastenperioden. Mal fehlte das Jagdglück, mal waren die Witterungsverhältnisse schuld.
Dann kamen die Religionen. Bis heute gibt es wohl kaum eine Religion, in der Fastenzeiten keine Rolle spielen.
Um bestimmte Ziele durchzusetzen, ist das Mittel des Hungerstreiks bekannt.
Letztendlich, und bis heute als wirksames Heilmittel beliebt, sind die unterschiedlichsten Heilfastenkuren.
Auch bei den Tieren gehören Fastenzeiten zum Leben. Haustiere dürften wohl die einzigen Tiere sein, die ein Leben lang regelmäßig ihren Futternapf vorgesetzt bekommen. Dafür bezahlen sie auch oft genug mit ihrer Gesundheit.
Das alles zeigt zunächst, Fasten, in welcher Form auch immer, gehört zum Leben dazu.

Im Grunde handelt es sich bei jeder Art des Fastens um „Intervallfasten“. Denn alle Lebewesen benötigen irgendwann auch wieder Nahrung zum Überleben. Außer vielleicht ein paar Yogis, die sich angeblich nur von Luft ernähren. Das eigentlich Neue am Intervallfasten, wie wir es heute kennen, sind die flexiblen und kurzen Fastenintervalle. Hinzu kommt, dass viele positive Effekte des Fastens auf die Gesundheit heute medizinisch erklärt werden können.

Wer hat´s erfunden?

Wer das Intervallfasten erfunden hat, lässt sich nicht eindeutig sagen. Im 20. Jahrhundert interessierte sich die Wissenschaft zunehmend für die Auswirkungen unterschiedlicher Fastenperioden auf den menschlichen Körper. Zuerst sah man allein in der reduzierten Kalorienaufnahme den Grund für die gesundheitlichen Vorteile regelmäßiger Fastenperioden. In den Achtzigern zeigten einige Untersuchungen, dass sich möglicherweise auch die Fastenzeiten selbst, positiv auf den Körper auswirken.

Heute versteht man unter Intervallfasten eine Ernährungsform, bei der regelmäßig kurzzeitig gefastet wird. Bereits nach 12 Stunden Nahrungskarenz stellen sich positive Effekte für den Körper ein. Am populärsten sind die 16:8 und die 5:2 Methode. Einmal wird 16 Stunden gefastet und acht Stunden lang darf gegessen werden. Nach der 5:2 Methode legt man innerhalb von sieben Tagen zwei Fastentage ein.
Erst in den Zehnerjahren kam das Intervallfasten in der breiten Bevölkerung an. Über Amerika und England gelangte es zu uns nach Deutschland. Hier hat Eckart von Hirschhausen maßgeblich Anteil daran, dass das Intervallfasten heute so populär ist. International bekannte Namen sind Martin Berkhan mit seiner Leangains Methode (16:8) und Kate Harrison mit
ihrem „5:2 Diet Book“.